Gedanken zum Reitsport

Bei jeder Sportart, die man sehr intensiv betreibt, kommt irgendwann der Punkt, an dem man sich fragt, wo man eigentlich hin will. Was bedeutet einem der Sport, welche Ziele möchte man verfolgen und was für eine Rolle übernimmt das Pferd dabei?  

Gefährlich wird es für Mensch und Tier, wenn der Fanatismus Einzug hält. Blind getrieben von Ehrgeiz und Dominanz beginnen viele Reiter ihre "Freizeit"-Pferde zu überfordern. Anforderungen werden grundsätzlich zu hoch gesteckt, aus kleinen Wünschen werden strikt festgesetzte Ziele, aus Zielen werden Voraussetzungen, aus Freizeitreitern werden Leistungssportler, aus dem Freizeitpferd wird Totilas - aus einem Hobby wird ein Job.  

Der Ausdruck im Gesicht des ach so geliebten Freizeitpartners zeigt einem meist ganz genau, was er davon hält, als Sportgerät herhalten zu müssen. Da gibt es die duldsamen Charaktere, die alles mitmachen, aber ohne Elan oder Freude. 

Und dann gibts die Wehrhaften, die den Reiter ordentlich spüren lassen, dass er gerade seine Kompetenzen überschreitet. Pferde können zwar nicht sprechen - aber am Ende eben doch. Wir müssen nur genau hinsehen, um zu erkennen, dass sich das Pferd die ganze Zeit fragt "Wo ist hier der Notausgang?".

 

 

Ist man auf diesem Weg, so sollte man überlegen:

Ist das das Ziel?

Nun, es ist eines.

Lange Ausritte im Einklang mit der Natur nach einem stressigen Arbeitstag, gemeinsame Abenteuer bei Reiterferien, spannende Springstunden mit neuen gemeinsamen Herausforderungen passend für Pferd und Reiter oder gemütliche Reiterabende mit Erfahrungsaustausch; neue Perspektiven bei Bodenarbeit, Parelli & Co, eine Kutschfahrt ins Grüne, radfahren, joggen oder eine Runde zu Fuß mit dem Pferd; eine Dressurstunde, die Pferd und Reiter entspannt zurücklässt. Urlaub mit dem Partner Pferd oder einfach mal gemeinsam nix tun...

Auch das sind Ziele im Reitsport ;) Es ist gar nicht schlecht, sich das immer mal wieder vor Augen zu führen.

So kann Training auch aussehen:

 

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