Ein weißer Hund

Herbstritt

Freundlich gegrüßt wurden vorbei fahrende Fahrradfahrer, Jogger und Spaziergänger. Mitten im Gelächter der Reiter ein leises Hundegebell, nicht ungewöhnlich in einem städtischen Wald, doch ungewöhnlich genug um die Pferde aufmerksam werden zulassen. Die Reiter biegen mit ihren Pferden auf einen langen geraden Waldweg ein, an dessen Ende ein kleiner einsamer weißer Hund auftaucht, der so einsam nicht sein sollte.

Unheimliche Begegnung

Ein weißer HundPferde und weißer Hund nähern sich langsam aus den verschiedenen Richtungen an, das Hundegebell wird deutlicher – nun wird klar, dass der Hund nicht so einsam ist. Zwei weitere weiße Hunde rennen um die Ecke, gefolgt von weiteren ... Bellend bleibt die Hundemeute stehen, unsicher schnauben die Stadtpferde… Kurze Pause… Dann tauchen wild mit den Händen fuchtelnde und durcheinander rufende Hundebesitzer auf.

LabradorNach einigen Minuten der Aufregung sind die Hunde wieder fest an der Leine und die Reiter fest entschlossen, an ihnen vorbei zu marschieren. Mit einer riesigen Portion Mut und ohne auch nur einmal zu erschrecken, gelingt es den zwei Pferden an der wüst durcheinander bellenden Hundemeute vorbeizuziehen. Aufatmen – Ein Klacks ;) …

Doch gerade vorbei, der Schweif vom letzten Pferd noch nicht ganz hinter der Kurve verschwunden, macht der gutgelaunte, stets positive städtische Hundehalter natürlich seine Lieblinge wieder ab, damit die Kleinen spielen können.

Schreck lass nach!

Was folgt, sind Sekunden, die einem frühzeitig graue Haare schenken und einem einen Adrenalinkick ähnlich wie beim Bungeejumping verpassen: Acht Hunde rennen los, der Braune galoppiert buckelnd und nach den Hunden tretend aufs Feld – der Reiter muss mit, gewollt oder nicht, die Füchsin bleckt die Zähne und zieht samt Reiter in den Kampf. Die städtischen Hundebesitzer schreien von weitem wild durcheinander, die Hunde lassen ab, der Reiter auf dem durchgehenden Pferd brüllt „Halt!“ – eine Vollbremsung folgt und endet mit der unbequemen Lage auf dem Pferdehals, am Feldrand.

Luppewiesen Die Hunde sind weg, ihre Besitzer schon länger, die Sonne scheint immer noch, das Pferd ist der Held. Die Moral von der Geschichte: Bodenarbeit fetzt, Reiter überlebt mit 210 Puls, Füchsin bekommt Tapferkeitsorden. Ja, genau so hatten wir uns den Ausritt vorgestellt! Schockgrinser.                                                                                                                             Gez. die Stadtreiter

Auf Tierwissen.de findet ihr einige Anregungen dazu, wie es richtig mit Pferd und Hund funktionieren kann.

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