Ein bisschen Sommer bitte … Fuerteventura

Urlaub auf der Insel

Eine Woche Luft holen und genießen im Frühjahr, und dabei zwei Hobbies verbinden. Das ist möglich? Ja, Fuerteventura hat's mir gezeigt.

Fuerteventura ist die zweitgrößte Insel der Kanaren und liegt im Atlantik. In nur sechs Stunden waren mein surfbegeisterter Freund und ich mit dem Flugzeug aus Hannover in der Hauptstadt Puerto del Rosario gelandet. Als wir aus dem Flughafengelände schlenderten, wehte uns ein 20 Grad milder Meereswind um die Ohren. Ab in den Bus und einmal quer über die Insel! Mit einer Fläche von 1700 Quadratkilometern hat Fuerteventura eine recht überschaubare Größe. Und so waren wir sehr schnell in unserem Hotel in Costa Calma. Der Name Costa Calma steht für ruhige Küste, er entstand durch die ablandigen Winde und die daraus entstehenden niedrigen Wellen. Costa Calma befindet sich an einer Landenge und ist nur 4 Kilometer von der Westküste der anderen Seite der Insel entfernt. Ein bisschen abseits vom touristischen Geschehen, auf einem felsigen Berg, lag unser Hotel Rio Calma.

 

Fuerte und die Türme

Fuerteventura ist bekannt für seine Leuchttürme, die auch heute noch den Fischerbooten den sicheren Weg zurück in den heimatlichen Hafen leuchten. Bei klarer Sicht kann man Gran Ganaria vom Leuchtturm Faro de Jandía sehen. Wir hatten leider nicht so viel Glück - ein Grund um wieder mal vorbei zu schauen. Beeindruckend sind die so unterschiedlichen und direkt am Meer gelegenen Türme allemal, so beobachtet man dort das an den zerklüfteten Küsten tosende Meer am besten.

Insel der Ziegen

Auch Seesterne und Muscheln schätzen die teils felsigen Küsten im Naturschutzgebiet Parque Natural de Jandia. Wunderschön, was wir da hinter manch einem Stein entdeckt haben. Der Parque Natural de Jandia lädt zu kleineren Klettertouren und Wanderungen ein. Belohnt wurden wir mit einem wunderschönen Blick übers Meer oder die Insel. Die Insel beherbergt viele verschiedene Tiere, von Ziege über Esel bis zum Streifenhörnchen - um nur einige der tierischen Bewohner zu nennen. Achtung! Die Streifenhörnchen sind sensationell und fressen einem sogar aus der Hand, die hätt' ich am liebsten für die Rückreise mit eingepackt, grins.

Sehnsucht nach den Pferden

Wen die Sehnsucht nach den geliebten Pferden packt, der wird hier auch fündig. In El Cotillo, im Norden der Insel, befindet sich ein echtes Herzensprojekt, der Reitstall Granja Tara bietet geführte Ritte in den Sonnenuntergang. Egal ob Anfänger oder Fortgeschittene - alle sind willkommen. Fanny Jeckstadt-Borchert rettet mit diesem gemeinnützigen Verein verwahrloste Pferde und gibt ihnen mit viel Liebe und Geduld ein neues Zuhause und eine neue Aufgabe. Die Pferde genießen die Herdenhaltung und danken es durch ihre besondere Ausgeglichenheit auf den Ausritten.

Sport frei!

Als Reiterin mit einem kleinen adrenalinsüchtigen Herzen sind alternative Sportarten immer wieder für mich interessant. Die Insel, liebevoll Fuerte genannt, hat da so einiges zu bieten. Egal ob Windsurfen, Mountainbike- oder Rennradtouren quer über die Insel, eine wilde Crossing-Tour mit Quads, Segeln mit dem Catamaran oder die Begegnung mit den Meeresbewohnern bei einem Tauchgang - hier ist alles möglich! Das wird wohl nicht unser letzter Besuch auf dieser Insel gewesen sein.

Für Windliebhaber

Windsurfer, wie meine bessere Hälfte, zieht es dank des sommerlichen Passat, der die Insel zuverlässig mit Wind versorgt, immer wieder nach Fuerteventura. Der kilometerlange, fast weiße und breite Sandstrand von Sotavento und das türkisfarbene Wasser sind die Kulisse für eines der windsreichsten sommerlichen Reviere der Welt. Das Team im René Egli Windsurf Center war super, das auszuleihende Material ist gut und macht Spaß. Der stark abfallende Strand in Sotavento macht es erst möglich, dass sich bei Flut eine Lagune bildet. Bei besonders starkem Hochwasser breitet sich die Lagune vom südlichen Strandabschnitt Risco del Paso bis zum nördlich liegenden verlassenen Strandhotel Villa Esmeralda aus. Die Lagune ist perfekt für Anfänger oder Stehrevier-Liebhaber geeignet. Auch Kiter fühlen sich in der Lagune pudelwohl. Bei Hochwasser kann sie im Surf Center II von Windsurfern genutzt werden, die Lagune beim Surf Center I ist den Kitern vorbehalten. Die windgeschützen Sonnnenliegen unter den Windsurf Center eigenen Palmen laden zum verweilen ein. Am Abend lädt der Strand zu einem Spaziergang ein, der Sonnenuntergang ist magisch.

Übrigens, wer gern etwas länger schläft und vor anspruchsvolleren Revieren nicht zurückschreckt, wird im Norden Fuertes in Corralejo fündig. Der Passatwind kommt in Corralejo am Flag Beach erst gegen Nachmittag durch und lädt zum späten Surfvergnügen ein.

 

Es war eine wunderschöne Zeit in Fuerteventura, mit vielen Eindrücken, tollem Essen und interessanten zwei- und vierbeinigen Begegnungen. Sehr lecker war das Knoblauchbrot im Restaurant Mamma Mia und bleibt in Erinnerung! Wer ein Urlaubsmitbringsel sucht wird im kleinen aber feinen Souvenir Shop in Ajuy dirket auf dem Berg am schwarzen Strand fündig. Von Kaktus Marmelade, über verschiedenste Aloe Vera Produkte bis zum auf der Insel hergestellten Schmuck findet ihr hier alles.

Fuerteventura eine Insel der Gegensätze

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