Der Hopfen

Der Hopfen (Humulus) ist ein Hanfgewächs und wächst an feuchten Standorten wie z. B. Auenwäldern - dabei bevorzugt er Hecken oder Zäune. Es gibt verschiedene Hopfenarten, eine der bekanntesten ist der Echte Hopfen, welcher auch zum Bierbrauen verwendet wird. Die Pflanze ist ein krautiges Schlinggewächs und wird 3-7 Meter lang.

Hopfen für nervöse Vierbeiner

Im Allgemeinen wird dem Hopfen eine beruhigende und magenfreundliche Wirkung zugesagt. Die Blüte enthält Gerbstoffe, Bitterstoffe und ätherische Öle, welche bei Pferden unter anderem krampflösend, antiseptisch, schmerzlindernd und verdauungsfördernd wirken. Bei nervösen Vierbeinern kann die beruhigende Wirkung z.B. vor unruhigen Tagen wie Silvester oder einem Stallwechsel unterstützend eingesetzt werden. Das Schöne ist, dass Hopfen sofort ab Zufütterung seine beruhigende Wirkung zeigt - allerdings ist hier zu beachten, dass die Pflanze dopingrelevant ist und somit mindestens 2 Wochen vor Turnieren abgesetzt werden sollte. Der sicherste Weg ist hier, sie nicht in der Turniersaison zu füttern.

 

Frisch oder getrocknet

Vielen Pferden schmeckt Hopfen sehr gut, so dass er als Tee und trocken bis ca. 40 Gramm täglich verfüttert werden kann. Für den Tee kann man die Hopfenblüten mit heißem Wasser übergießen und 15 Minuten ziehen lassen, danach einfach lauwarm übers Futter geben. Mein Pferd Finish frißt die Blüten auch gerne frisch - diese Erfahrung musste meine Mutter machen, als er sie aus ihrem frisch gepflückten Wiesenstrauch naschte. Die Blütezeit von Hopfen beginnt im Juli. Ab August bis in den September kann man seine Blüten ernten, solange sie noch nicht braun sind und bei 40-50 Grad trocknen. Allerdings sollten die getrockneten Blüten nicht länger als ein Jahr gelagert werden, da sie dann ihre Wirkung verlieren. Achtung: Da in den Hopfenblüten hormonelle Wirkstoffe enthalten sind, ist die Zufütterung nicht für Zuchtstuten und Hengste geeignet! Solltet ihr euch unsicher bei der Zufütterung von Hopfen sein, fragt unbedingt bei dem Tierarzt eures Vertrauens nach.

Habt ihr bereits Erfahrungen mit der Zufütterung von Hopfen gemacht?

 

 

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